Die Musiker und die Bandchronik

Die Musiker (Stand 2021):

Carmen Graf

Carmen Graf

Lead-Vocals und der Sonnenschein der Band

Über mich: Mit relativ „zarten“ 35 bin ich wohl das Nesthäkchen der Band – ich finde jedoch in der Welt der Musik ist das Alter ziemlich nebensächlich. Meine ursprüngliche Berufung als Ernährungswissenschaftlerin habe ich nach der Geburt meiner zwei Kinder aufgegeben, um mich der Musik zu widmen - als Sängerin und Gesangslehrerin.

Meine Liebe zum Blues: Schon als Kind war ich inspiriert von den großen Soul-Diven und immer mit Kassettenrekorder und eigenen Gesangsaufnahmen unterwegs. Nach 8 Jahren in einem erfolgreichen Pop-Rock-Chor und diversen Bands kam ich durch Zufall zu einer Blues-Session. Die Ironie des Schicksals: Während meine Bandkollegen damals von der Hoochie Coochie Bluesband inspiriert waren, war dies ausgerechnet die Session des Sohns von Steve Scondo (Bandleader der Hoochie Coochie Bluesband). Die Ehrlichkeit und Emotionalität dieser Musik mit Ihrer Reduktion auf das Wesentliche (3 Akkorde und 12 Takte, haha) nahm mich fortan in Ihren Bann. Seitdem gab es für mich nur noch den Blues in allen Facetten, unzählige Sessions und einige Gastauftritte in namhaften Bands. So traf ich auf Guido, der mir à la „Blues Brothers“ die Idee unterbreitete, „We`re putting the band back together“. Von der sonnenreichsten Stadt Hessens in den sumpfigen Kahlgrund sind es zwar viele Kilometer, aber ich bereue keinen einzigen! Keep on bluesin`!

Equipment: Das klassische Shure SM 58 und einen Ständer von König & Meyer (soll ja nix billiges sein :-)

Musik, die ich sonst noch mag: Am liebsten Livemusik, authentisch und handgemacht: Blues, Bluesrock, Soul und Funk und alle Mischungen daraus!

Holger "Knox" Becker

Holger "Knox" Becker

Blues-Harp, Vocals

Über mich: Geboren 1971 im schönen Lich mit Blick auf die Brauerei, und zwar in eine musikalische Familie hinein. Immer wurde in diversen Formationen gesungen und musiziert. Noch heute habe ich ein Faible für Harmoniegesang bzw. gute backing-vocals. Mein erstes Instrument war das Akkordeon (die Blöckflöte lass ich lieber unerwähnt) und ab dem 14. Lebensjahr das Klavier. Ich hatte zwar Unterricht, Blues und Rock musste ich mir aber selbst beibringen, was in diesen Zeiten noch „runterhören“ von Platte bedeutete. Das war zwar mühsam, aber auch eine gute Schule für das Gehör. So habe ich auch Schlagzeug spielen gelernt (naja, mehr schlecht als recht). Der erste musikalische Flash waren die Beatles, von denen mein älterer Bruder ein Greatest-Hits-Album mitbrachte als ich ca. 10 Jahre alt war. Der Beginn einer langen Reise, die durch diverse Bands führte. U.a. als Frontmann / Sänger der Hard-Rock´n Roll Band „Mr. Lousy Food“ oder auch als Keyborder, Harp- und Akkordeonspieler und Backgroundsänger der Hamburger Indiepopband „Shakespeare & TheBible“. Nach kurzer Verirrung in einen Bürojob lernte ich ab 1994 das Klavier- und Cembalobauerhandwerk, habe ein paar Jahre in Hamburg gelebt und gearbeitet und besitze heute einen Klavierladen mit Werkstatt im hessischen Friedberg.

Meine Liebe zum Blues: …war eigentlich immer schon da. Selbst als ich noch gar nichts vom Blues wusste! Warum? Warum fühlt sich ein weißer Junge aus der deutschen Mittelschicht von Musik und Musikern aus dem Mississippidelta angesprochen? Einem Kulturkreis, der anders kaum sein könnte. Dasselbe haben sich bestimmt auch Eric Clapton, Keith Richards und 1.000 andere gefragt. Das ist eigentlich nur damit zu erklären, dass der Blues etwas Universelles ist und auf einer Ebene anspricht, die allen Menschen gemein ist. Mich fasziniert, dass die wenigen Akkordwechsel i.V.m. ein paar richtig gesetzten „blue notes“ einfach immer funktionieren und als Grundlage aller populären Musik gelten können. Zakk Wylde hat mal gesagt „If the blues is missing, that doesn´t mean it´s good or bad but it does nothing for me.” Genau! Die Bluesharp wollte ich spielen, seit ich zum ersten Mal Muddy Water´s „Standing Around Cryin´“ gehört habe. Damals dachte ich noch, dass sei Little Walter an der harp. Später habe ich herausgefunden, dass Walter „Shakey“ Horten für dieses unerhörte Stück Musik verantwortlich war. Richtig mit der Bluesharp angefangen habe ich um das 2011 herum, als aus unserem Trio Gitarre/Gitarre/Gesang (ich) ein Gitarrist ausgestiegen ist und ich irgendein weiteres Soloinstrument dabei haben wollte. Da habe ich mich an die Bluesharp erinnert und es hat „KLICK“ gemacht und seitdem bin ich dabei. Ich wollte schon immer die „Harp“ in einer guten Bluesband spielen - und da kommt die Foolhouse Bluesband ins Spiel. Gründungmitglied und Blues-Urgestein Harald Moser war 2020 ausgestiegen und ein neuer Harpspieler wurde gesucht. Wir trafen uns zum ersten mal im Juni 2021 und seitdem bin ich dabei. Ich liebe es, live zu spielen mit einer Band, die aufeinander hört und musikalisch zu einer Einheit wird und die daraus resultierende Interaktion mit dem Publikum. Für das erste Jahr war 2021 corona-bedingt natürlich nicht gerade die beste Wahl, aber was will man machen. Wir haben trotz allem einige wirklich schöne Gigs gespielt und ich hoffe, es kommen noch eine ganze Menge dazu. Ich freue mich jedenfalls drauf!

Equipment: Ich mache es kurz, da ich ein Musik-, aber kein Technikfreak bin. Nach einigen Versuchen, haben sich bei mir die Bluesharps von Seydel durchgesetzt. Und zwar das Modell 1847 Classic, da es nach meiner Erfahrung am gleichmässigsten und direkt „out oft the box“ einsatzfähig ist. Es hat einen schönen, „fetten“ sound und ist sehr zuverlässig. Außerdem liegt es gut in der Hand, was wichtig ist, wenn man länger spielt. Ich spiele ein Sure 5820DX Bullet Mic über einen Fender Blues Junior III Amp. Beim Amp ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Ich würde gerne einen Bassmann probieren!

Musik, die ich sonst noch mag: Außer dem Blues alles, was man im weitesten Sinne als Rock´n`Roll bezeichnen kann. Nicht umsonst habe ich die legendären Sun Studios in Memphis besucht. Ich stehe auf die frühen Rocker wie Elvis, Little Richard, Eddie Cochran und vor allem Chuck Berry. Aber auch auf Classic Rock der 60er und 70er. Beatles, Led Zeppelin, frühe AC/DC, Black Crowes und, ja, Motörhead! Außerdem mag ich vieles aus dem Jazzbereich und klassische Singer/Songwriter wie Bob Dylan, Townes Van Zandt, Steve Earle und Tom Waits.

Hermann Rack

Hermann Rack

Drums, Vocals, Bühnentechnik, Audio- & Video-Engineer

Über mich: 1960 Geburt in Sommerkahl, in a rusty shack, just als die Welt noch ungeteert und S/W war. Drums spiele ich seit ca. 1973, weil ich das muss und eigentlich ganz gerne mit Musikern zusammen bin. Ich war 25 viele Jahre meines Lebens Schreiner & Trommler- „non, je ne regrette rien“ - um, über den kurzen Abstecher als Clubmitbesitzer, im Veranstaltungswesen zu landen. Seit 2001 hänge ich nun schon wieder mit den Musikern im Colos-Saal in Aschaffenburg rum, so auf der anderen Seite des Multicore. Ich wohne jetzt auch wieder mit meinen Lieben im rusty shack, where I was born, in Sommerkahl.

Meine Liebe zum Blues: Kam für mich erst mit den Moser Bros.. Keine Ahnung wie glücklich ich vorher gewesen sein muss? Mitte Zwanzig hat er dann eingeschlagen. Seither ist’s, auf der eine Seite, die Liebe zum Shuffle, Swing und den rhythmischen Abwegen zu dadadadada als Drummer. Auf der anderen Seite als Sänger, das Ding, sein Erleben durch die Lyrics mit anderen Leidenden zu teilen: „You stuck in a ditch, no way out!“ Der Sound von Harp und Gitarre, das Gefühl den Blues in sich zu haben … Jetzt, wo ich älter bin als Dreck, habe ich wohl auch das Recht den Blues zu singen. Lots of Black man treat’n me right, Muddy, B.B., John Lee got me on yea side, Gary, Rory, Janis just to cry out the gone white … Can You feel it so bad?

Equipment: Pearl Masters mmx Maple Custom oder Sonor Lite Kessel. Wobei die Birke vom Lite, soundmäßig, nicht mehr ganz so in die Zeit passt, aber ich mag’s immer noch. Kesselgrößen mach ich abhängig von der Bühnen- oder Venuegröße. 12/16/18/22, oder 10/14/18 oder ……. Snares: Ludwig Super Sensitive 14 x 6,5, Pearl, Free Floating 14 x 6,5 oder Pearl Omar Hakim sig.13 x 4 . Evans Level 360 G2 Heads oder auch Remo Emperor Coated für abgenommene Gigs, Ambassador oder G1 für akustische, ach es gibt ja soo viel Mööchlichkeide! Cymbals benutze ich gerne Meinl Bycance, Sabian HHx oder Paiste 2002 black label, ganz nach Idee für die Show. Hardware ist hauptsächlich Pearl was fest steht und Yamaha was sich bewegt. Ach ja, der Hocker! Ein Qualitätshocker von einer namhaften Firme die ich hier jetzt nicht nennen möchte, aber da brauchst Du schon was wo Du drauf vertrauen kannst, weil stell Dir vor, Du fällst da runter. Schrecklich gell? Teppich ist vom Baumarkt glaub ich. Als Stick liebe ich den SD2 Bolero von Vic Firth, SD9 Driver spricht mich auch sehr an, generell mag ich die Ansprache der Maple sticks lieber als Oak oder Hickory.

Musik, die ich sonst noch mag: Alles, was meine Seele berührt! (Anm. der Red.: Diese Passage musste auf Grund der sehr ausführliche Beschreibung des Equipments gekürzt werden :-))))

Guido Helmling

Guido Helmling

Bass, Vocals, gute Laune

Über mich: Geboren 1964 in, man darfs ja kaum laut sagen, Offenbach am Main. Allerdings wurde ich schon im zarten Alter von 2 Jahren in den Kahlgrund verzogen und wuchs dort in dörflicher Umgebung mit dem größten Spielplatz der Welt, nämlich draußen, auf. Im örtlichen Musikverein bliess ich schließlich die Trompete und damit fing für mich die Musik an. Ich glaube ich war sechs Jahre alt damals. Ich bin ausgebildeter Bürokaufmann aber was meinen Lebenslauf betrifft dann doch sehr vielseitig. Nach mehreren beruflichen Wechseln habe ich mich 2000 mit einer Gaststätte, die den Namen unserer Band, nämlich FOOLHOUSE, trug, in Lohr am Main selbständig gemacht. In dieser Zeit profitierte ich unheimlich von meinem Bassisten-Dasein bei der Foolhouse Bluesband. Es fanden fast wöchentlich Konzerte statt, bei denen ich oft auch selbst mitspielte. Auch hatte ich in Lohr verschiedene eigene Projekte ins Leben gerufen, z.B. The Mammut Bones, oder Andi K. & the electric ladies Hinter Andi K. verbarg sich niemand anderes als der spätere „Voice of Germany“-Gewinner, Andreas Kümmert . Im Jahr 2012 hat sich dann das Abenteuer mit dem eigenen Musikclub für mich erledigt und wendete mich wieder meiner beruflichen Laufbahn zu … Man muss ja was für die Rente tun. Der Musik hingegen bin ich seit jeher treu geblieben.

Meine Liebe zum Blues: Mit 14 Jahren hatte das mit der DickeBackeMusik ein Ende und ich kaufte mir eine Bassgitarre. Unterricht habe ich nie genommen, mein Werdegang als Bassist war wie bei den meisten Artgenossen: Runterhören von Schallplatte und Kassette und nachspielen. Blues, glaube ich, wurde mir einfach in die Wiege gelegt. ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, wann mir bewusst wurde, dass mir der Blues gefällt. Diese Musik spiegelt exakt meine Lebenseinstellung wieder: Das wichtigste am Leben ist das Leben und für mich lebt der Blues und ich schöpfe irgendeine Energie daraus - egal ob ich sie höre oder selber mache. Das ist schwer zu beschreiben aber dauert schon mein ganzes Leben lang an. Dann war da diese kleine Anzeige im Blankenbacher Blättchen: Bassist gesucht und für die Band fiel die Entscheidung, so glaube ich zumindest, ziemlich leicht: Erstens war ich der einzige, der sich meldete und zweitens fuhr ich schon damals einen VW-Bus, in dem man ganz prima die Anlage unterbringen konnte… Ich denk mein damaliges musikalisches oder spielerisches Können trug nicht wirklich zu der Entscheidung bei (((-: (Anmerkung der Band: Er hat den entscheidenden dritten Vorteil vergessen: Guido hatte in dieser Zeit eine ausgeprägte Abneigung gegen Alkohol und so hatten wir in den ganzen 15 Jahren nach allen Gigs einen absolut zuverlässigen Nach-Hause-Fahrer. An dieser Stelle auch mal ein ganz fettes Dankeschön – das war nicht immer einfach für Dich! Aber Spaß beiseite: Guido kam, sah und siegte. Da hat einfach alles gepasst und es war für uns Liebe auf den ersten Blick. Und die hält immerhin jetzt schon über 30 Jahre :-)

Equipment: IBANEZ Bass, keine Ahnung wie der heißt. „SR nochwas“, glaub ich - dürfte so Baujahr 1986 oder 1987 sein und hat einen Schnorchel (kleiner Insider) damit man unter Wasser spielen kann. Mein Amp ist ein TRACE ELLIOT 350 mit 4 x 10“ Box, ist wahrscheinlich älter als unsere Carmen …

Musik, die ich sonst noch mag: Ich bin auch für andere Facetten des Blues, wie einfachem Jazz, also nicht dem mathematischen Zeuch oder dem Swing, offen. Höre aber auch gerne alte Rockmusik aus den 60er und 70er Jahren und spiele auch gerne mal rockige Nummern.

Helmut Moser

Helmut Moser

Guitar, Vocals, Mädchen für (fast) alles in der Band

Über mich: Mit satten 60 bin ich immerhin 3 Jahre älter als meine Paula und somit ja auch irgendwie schon vintage. Inzwischen in einer Art Ruhestand habe ich mein bürgerliches Berufsleben als Fachmann für Printwerbung in diversen Zeitungsverlagen verbracht. Glücklich verheiratet mit Häuschen in einem idyllischen Ortsteil von Schöllkrippen und als Vater von zwei erwachsenen Töchtern, genieße ich nun den Freiraum um mich intensiv meiner zweiten Liebe zu widmen ....

Meine Liebe zum Blues: Die kam schon in ganz jungen Jahren. So mit 15 kam ein "Wiederholer" in unsere Schulklasse, der auf jedem zur Verfügung stehenden Instrument die geilsten bluesigen Töne spielen konnte. Er versorgte mich mit Schallplatten von John Lee Hooker & Co, ich kaufte mir meine erste Gitarre, eine Strat von Höfner, wir gründeten eine Schülerband und nervten fortan im Keller seine Eltern mit gaaaanz viel "Neschermusik". Ja - und da waren neben Muddy Waters und BB King und den alten Rock'n Rollern, wie Chuck Berry oder Little Richard, noch die weißen Jungs, die auch tollen Blues spielen konnten: Ten Years After, Canned Heat, Eric Clapton, CCR, Fleetwood Mac, die Stones etc. Und natürlich war da noch der Gitarrengott Jimy Hendrix und ein paar Jahre später kamen dann noch Stevie Ray Vaughan, ZZ-Top oder Jeff Healey dazu. Und natürlich all die vielen geilen Bluesacts, die man sich inzwischen ja bis zur Schmerzgrenze tagelang auf Youtube reinziehen kann. Als aktivem Musiker gab es für mich eigentlich immer nur eine Band, mit der ich bis heute zusammen spiele ...

Equipment: Mein heiß geliebter „EL34“ von Thomas Reußenzehn ist nach dessen Ableben im Ruhestand und hat einen Ehrenplatz im Wohnzimmer bekommen. Seit Kurzem spiele ich einen Koch Twintone III Combo, der durch seine Flexibilität und seinen Sound sehr viel Spaß macht. An Bodentretern gibt es Chorus und EQ von Boss, Hall/Delay von Keeley, den Premium Wah von Tonehunter, Kompressor von Wampler, das witzige FreqOut von DigiTech, tc electronic Spark Mini Booster zur Pegelanpassung zwischen Paula und Strat und den praktischen Polytune von TC. Das ganze Zeug wird aber nur sehr sparsam eingesetzt. Für mich soll der Sound im Wesentlichen von Fingern, Gitarre und Amp erzeugt werden. Die Gibson Les Paul Custom für die fetten Sounds und die Fender Player Plus Strat für den Rest. Live spiele ich meistens über die Funke, Stageclix Jack V3, die halt mehr Freiheit auf der Bühne gibt, allerdings, wie aber alle Funksysteme, auch ein wenig Einfluss auf den Sound hat.

Musik, die ich sonst noch mag: Das kann man gar nicht alles aufzählen. Ich mag handgemachte Musik, die aus dem Bauch kommt und die die Spielfreude hörbar rüber bringt ...

Die Band-Chronik:

1983: Session-Time
So ungefähr im Jahr 1982 beschlossen die beiden Moser-Brüder, Harald und Helmut, und  Hermann Rack, ein Freund der beiden, miteinander zu musizieren.

Hermann spielte Schlagzeug, Harald Bluesharp und ein wenig Gitarre und Helmut ebenfalls Gitarre und erbarmte sich auch ein wenig zu singen.
Ein Bassist und verschiedene weitere Hobbymusiker wurden schnell gefunden und man spielte in wechselnder Besetzung einfach alles, was Spaß machte. Schon damals zog sich aber der Blues wie ein roter Fanden durch die Sessions.

In dieser Zeit verbrachten die drei Hauptakteure viel Zeit in den Musikclubs der Region und ganz besonders der Klimperkasten (heute Colos-Saal) entwickelte sich zur beliebtesten Anlaufstelle. Auch eine ganz bestimmte Band wurde zum klaren Favoriten der Drei: Die Hoochie Coochie Bluesband. Die Band um die Scondo-Brüder Steve und Rainer spielte mitreißenden Chicago-Blues und weckte bei den Dreien den Wunsch, die Sache doch etwas ernsthafter zu betreiben.
Inzwischen hatte sich auch eine Stammbesetzung herauskristallisiert: Guido Helmling am Bass und Georg Schmitt, Gitarre und Querflöte, ergänzten das Trio.

Ein Name für die Band war auch schnell gefunden:
Die Initialen der Vornamen, H H H und G G) waren ja ein Drilling und ein Pärchen – also ein Fullhouse. Da man sich in dieser Zeit aber selbst nicht so ernst nahm wurde ganz schnell aus „Full“ der „Fool“ und die FOOLHOUSE BLUESBAND war geboren.

Bandfoto von 1988Bandfoto Jahr 1988, von links nach rechts: Gerorg, Hermann, Harald, Guido, Helmut

1986: Gründung
Jetzt wurde ernsthaft geprobt und ein Programm auf die Beine gestellt, welches nicht zuletzt durch die virtuos gespielte Querflöte von Georg eine ganz besondere Note bekam.

Die Männer teilten sich zumehmend auch die Arbeit an den Vocals und besonders Hermann begab sich mit Reibeisenstimme auf den Trip entlang der Tobacco Road, die er bis heute nicht mehr verlassen hat.

Es folgten die ersten Auftritte in Jazzkeller, Hanau, in Jugendzentren, auf regionalen Open Airs und Festen und die Band zog allmählich immer weitere Kreise. Die Band schaffte es auch zum ersten Mal im heißgeliebten Klimperkasten nicht nur vor, sondern endlich auch auf der Bühne zu stehen.

1990: Die Sängerin
Irgendwann verirrte sich eine junge Dame in den Proberaum und sang den Blues, als hätte sie niemals etwas anderes gemacht. Die Sache war sofort klar und fortan agierte Jessica Born als Frontfrau der Band. Als Highlights in der nun folgenden Aera erinnert sich die Band gerne an die Auftritte als Opening-Act für die original Blues Brothers, Eric Burdon, Luther Allison, BB King oder die Climax Bluesband.


Die erste CD 1991 Die erste CD 1991 "Live in Würzburg"

1991: Die erste CD
Aufgenommen live auf dem Umsonst & Draußen-Festival in Würzburg und dem Aub'n Air in Aub mit ersten von Jessica gesungenen Stücken.
Diese Scheibe dokumentiert sehr gut den Stand der Band und öffnete die Türen für bundesweite Auftritte in Clubs, auf Open Air’s und auf vielen renommierten Blues-Festivals.

1993: Georg verlässt die Band
Um die akustische Lücke wieder zu schließen, nimmt Harald sein Piano mit auf die Gigs und begeistert neben seinem Bluesharp-Spiel nun auch an den Tasten durch mitreißenden Piano-Boogie und gefühlvolle Slowblues-Einlagen.





Die zweite CD 1994, Die zweite CD 1994, "Live im Colos-Saal"

1994: Die zweite CD
Mit dem Titel „Live im Colos-Saal“ belegt die Band ihren Vielseitigkeit und verbeugt sich tief vor ihrem Heimatpublikum, welches dieser Aufnahme einen ganz tollen Rahmen gegeben hat.
Die Band ist weiterhin fleißig am Spielen und hat sich inzwischen in ganz Deutschland einen guten Namen als Bluesband erarbeitet.

1997: Helmut geht, Thomas kommt
Helmut entscheidet sich für ein Durchstarten in seinem erlernten Beruf und nimmt 20 Jahre Urlaub von der Band. Mit Thomas Gust gelingt ein fließender Übergang und Thomas kann das Spektrum der Band durch sein facettenreiches Gitarrenspiel um einiges erweiteren.






Die dritte CD 1998, Die dritte CD 1998, "Blues Bevore Sunrise"

1998: Die dritte CD
Mit "Blues before Sunrise" veröffentlicht die Band ihr erstes Studioalbum mit vielen eigenen Songs, die zu einem großen Teil, wie auch der Titelsong,  noch aus der Feder von Helmut stammen.

Diese CD findet bundesweit in Fachkreisen ein hohe Beachtung. Die Band tritt hiermit in den Club der angesagten deutschen Bluesband ein.

2001: Das Ende
Nach 15 Jahren auf den Bühnen in Deutschland beschließt die Band ein freundschaftliches Ende und jeder geht seinen eigenen Weg.
Viele tolle Sessions mit Beteiligung der ehemaligen Bandmitglieder in der von Hermann und Giudo nun eröffneten Musik-Kneipe, dem „FOOLHOUSE“ in Lohr, belegen diese Freundschaft.

2016: Der Weckruf
Guido hat wohl Sehnsucht und fragt die Jungs, ob sie nicht Lust hätten, die Band wiederzubeleben. Er hätte auch eine ganz tolle Sängerin an der Hand.


Und sie hatten Lust!
Seit Anfang 2017 arbeiteten die Gründungsmitglieder Guido, Hermann, Harald und Helmut ganz fleißig an einem neuen Programm.
Und genau diese Sängerin ist auch mit dabei und wird nicht müde, jede Probe akribisch aufzunehmen, damit jeder für sich dann zu Hause noch am Kahlgrund-Blues feilen kann ...

 


2017: Und los geht's
Im Mai 2017 gab es dann auf dem Open Air in Lohr die begeisternde Premiere der neuen alten Foolhouse Bluesband mit Carmen Graf an den Leadvocals.

Hermann ist weiterhin für die stimmliche Reibeisenfraktion tätig und sorgt für interessant Akzente im Programm ...

 

 

2018:
Wir freuen uns auf viele schöne Auftritte    ... und auf Euch :-)



September 2018:

Rechtzeitig zu unserem Auftritt im Colos-Saal haben wir ein schönes  Video live aufgenommen.
"Neee - mer brauche werklisch kaaan Dokter." Das komplette Video gibt es HIER

 Der Auftritt im Jazzkeller in Hanau, 09/2018
hat großen Spaß gemacht.Carmen hat bei ihrem Heimspiel voll aufgedreht und ihre Jungs vom ersten Ton an total mitgerissen und die Band hatte sehr viel Spaß mit dem Publikum.
Für Videoimpressionen klicke HIER

 Bernie's Bluesbar, Sankt Goarshausen 09/2018
Das schreibt Chrissy Kunze:
Das war mal wieder ein Highlight (und leider die Ausnahme), eine dynamische Frontfrau einer Bluesband zu erleben!

Carmen "die Gräfin", ihres Zeichens Sängerin und  Gesangslehrerin, hat dem Genre alle Ehre gemacht und absolut alles gegeben - bis zur "Erschöpfung und Zusammenbruch vorm Mikro! Umringt von den Spitzenkollegen Guido am Bass, den Brüdern Harald (Bluesharp) und  Helmut an den Gitarren sowie Hermann am Schlagzeug, der mit einer rauchigen Bluesstimme gesegnet ist, begeisterte uns die "Foolhouse Bluesband" aus Hanau mit einer Spielfreude und Akkuratesse und verleitete zum Mittanzen.

Einfach genial, wenn Band UND Publikum ihren Spaß haben und man einen solchen Abend genießen kann! Ich liebe diese Abende, wenn eine mir noch nicht bekannte Band spielt  und dann das Gefühl aufkommt, dass ich unter großartigen Menschen und tollen Musikern bin und manchmal vergessen könnte, zu knipsen oder zu filmen!

Die "Foolhouse Bluesband" aus Hanau hat's geschafft, dass meine Beine mal wieder nicht stillstehen konnten...   Video (anklicken): Drown in my own Tears


Wiener Hof, Offenbach,10/2018
schee war's!

Videos:   Stormy Monday      Voodoo Woman

 


Colos-Saal, Aschaffenburg, 11/2018

Unser Heimspiel:

Vor vollem Haus hatten wir mit alten und neuen Fans sehr viel Spaß, den auch das Main-Echo in neben stehendem Artikel zu würdigen wusste.

Wir haben das komplette Konzert mitgeschnitten.
Hier ist eine Auswahl: YouTube-Channel


 

                                 Und hier ein paar Bilder aus dem "Saal":

Der Sound-Check läuft klasse.

 

Und los geht's ...

 

Wir haben sehr viel Spaß ...

 

... und das Publikum anscheinend auch.



 Und dann sagen wir Tschüss - bis bald ...........

 

03/2019 Honky Tonk in Lohr


Heimspiel für Guido, für die Band viel Spaß mit gut gelauntem Publikum und ein "Nächstes Jahr müsst Ihr unbedingt wieder bei uns spielen ..." vom begeisterten Pfarrheim-Team.




05/2019 Aub - Still got the Blues
Tolles Veranstalter-Team und ein Publikum zum Knutschen. Die waren nicht satt zu bekommen :-)




Zum Schluss
haben die alle
gestanden ...





Helmut hat viel Spaß
mit den Luftgitarristen
vor der Bühne.


07/2019 Mühlberfestival
Unser Gig war grandios:
Mit Thomas Gust an der Gitarre hatten wir einen alten Weggefährten auf der Bühne, der richtig Dampf gemacht hat.
Das Publikum war voll dabei und die Mühlberg-Crew war selbst am dritten Festivaltag einfach nur gut drauf - total gechilled, immer mit einem Lächeln im Gesicht haben sie uns backstage jeden Wunsch von den Augen abgelesen.



08/2019 Blues-Festival Laubach

Bei 32 Grad im Schatten und als letzter Act nach 3 Tagen Blues-pur war das für uns keine leichte Aufgabe.

Aber unser Publikum ist bis zum letzten Ton geblieben, hat mit uns 3 Stunden getanzt und gesungen und hat uns unermüdlich angespornt ...




09/2019 Rathausgarten Schöllkrippen
Der Auftritt fand ja in einer eiskalten "Winternacht" statt. So hatten sich leider auch nur rund 150 eingefleischte Foolhäusler eingefunden. Aber die hatten es in sich!!! Die haben sich warmgeklatscht, - getanzt und -gesungen und haben sogar dafür gesorgt, dass wir ein wenig ins Schwitzen kamen. Das war echt oberklasse mit Euch und wir hatten sehr viel Spaß ...

11/2019 Omnibus Würzburg
Das Publikum hat zugehört, mitgemacht und mitgetanzt und es war, als hätten wir vor lauter guten Freunden gespielt. Wir kommen bestimmt sehr gerne wieder ...

30.11.2019 Colos-Saal Aschaffenburg
Ein toller Abend. Danke an: Marco für den guten Sound, Aljoscha für die Lightshow und an das ganze Colos-Saal-Team für die familiäre Betreuung.

Die Mayer-Band eröffnete den Abend mit einer geilen Blues-Rock-Show.

Wir haben über 2 Stunden mit unserem Publikum Blues-Party gemacht.

Erschöpft, aber voller Good Vibrations. Und Elias darf natürlich auch nicht fehlen ...

 
28.12.2019 Kulturkeller Wächtersbach

Grandios, was da im verträumten Wächtersbach für eine atmosphärisch schöne Location zu finden ist. Wir wurden vom Bluesfan Ulli und dem ganzen Märzwind-Team aufs beste betreut und das zahlreiche Publikum war fachkundig und sehr aufmerksam. Zum Schluss haben alle gestanden und mit uns die Zugabe gefeiert.
Hier ein paar Handy-Schnipsel, die wir zu einem Medley zusammengebastelt haben. Nicht die Highlights des Abends und halt eben nur Handy-Sound und Qualität, aber eine schöne Erinnerung:
Video "Medley Wächtersbach 2019"


01.02.2020 Blues Will Eat, Nürnberg
Blues will Eat - ein echt geiles Blues-Festival in Nürnberg:
Auf 4 Bühnen jeweils drei Bands in einem ganz tollen Athmosphäre.
Bassmann Martin Brückner war ja kurzfristig für Guido eingesprungen und hat das echt superklasse gerockt.
Der Saal hat gekocht und wir auch ...

08.02.2020 Maximal, Rodgau
Die schnuckelige Location des Maximal e.V. versprach schon beim Eintreten einen schönen und atmosphärischen Gig. Und so war es dann auch: Ein tolles Team hat uns liebevoll betreut und das Publikum war sehr aufmerksam und hat mit viel Spaß einfach alles mitgemacht. Echt MAXIMAL!




11.07.2020 Spitalgarten Aub
Endlich wieder mal live vor echtem Publikum. Es war mit den Corona-Vorgaben zwar zum Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Aber das Team von "Still got the Blues" hat das mit einem tollen Konzept perfekt gemanagt und eine echte Wohlfühlathmosphäre für die Band und das Publikum gezaubert. So war sogar unser erster Corona-Gig ein phantastisches Erlebnis.
Nochmals vielen Dank an "Still got the Blues" - was hier unter erschwerten Bedingungen geleistet wurde verdient größten Respekt.

Harry und Tim haben sich gekonnt die Bälle zugeworfen obwohl sie noch nie gemeinsam auf der Bühne gestanden haben.

 

Maske auf und ab ins Publikum - natürlich mit Sicherheitsabstand ...


Und der Abschieb von einem phantastischen Publikum erfolgt ganz brav mit 1,5m Corona-Abstand





Our Chicken-Shack

(Gästebuch)